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Ubuntu: Mit UEFI Von USB – WTF? RTFM!

Er ist da, mein neuer, mobiler Rechenhengst: das Lenovo ThinkPad Edge e330. Mit UEFI. Hat mich einige Nerven gekostet, weil ich dachte, ich kann mit der lange Jahre bewährten Methode einfach Windows 8 von der Platte putzen. Und Linux installieren. Denkste.

Hätte ich vorher mal nachgelesen und nicht ignorant gedacht “Pff, ich brauch doch nichts nachlesen, das ist schließlich nicht meine erste Linux-Installation”, hätte ich mir 3 Stunden Arbeit sparen können. Das ThinkPad Egde kommt nämlich mit UEFI BIOS, das in naher Zukunft die nach 30 Jahren ausgediente MBR Boot Technik ersetzen wird/soll.

Also, zuerst Arch Linux versucht. Wie üblich mit dd das Arch-Iso auf den Stick gezogen, in den neuen Rechner, Booten von USB. Nix. USB Stick raus und in meinen alten Laptop – bootete wunderbar von USB-Stick. Kurz gegooglet, dann im Bios den SECURE BOOT ausgeschaltet. Nix. USB Bootmodus von UEFI only auf Legacy und UEFI umgestellt. Tada. Der Boot-Auswahlscreen erschien. Ich hatte die Möglichkeit zwischen Archlinux Image von USB booten, oder in Uefishell v1 oder v2 zu gehen. Nach Auswahl des Archisoimages kam ein schwarzer Blankscreen, die Lüfter gingen nach wenigen Sekunden an, und es passierte – nix. Ich hab zur Sicherheit 15 Minuten gewartet, immer noch Blankscreen. Genervt gegooglet, einige aufwändige Anleitungen gefunden und beschlossen: “Scheiss drauf, ich nehm jetzt quick and dirty Xubuntu. Wenn die SSD kommt, muss ich eh alles noch mal machen.”

Xubuntu wieder per

sudo dd bs=4M if=/pfad/zur/xubuntu.iso of=/dev/sdb

auf den Stick gezogen. (Wichtig: die Outputfile (of) muss der Device sein, keine Partition wie z.B. sdb1)

Gebootet, Xubuntu Installationsmenü lässt sich auswählen und das Setup startet auch – juhu! Im Partitionsmenü manuelle Partitionierung ausgewählt, ich kenn mich ja aus. Im Hinterkopf etwas von einer extra Partition mit mind. 100 MB wegen UEFI im Hinterkopf gehabt. Also eine biosgrub Partition mit 200 MB erstellt. Installation läuft zügig durch, Reboot. Danach wollte er aber nicht von der Festplatte booten. War schon spät, deswegen genervt aufgegeben.

Heute noch mal kurz im Internet geforscht, Fehler gefunden: Im Partitionssetup muss die neue Extrapartition nicht als biosgrub sondern als EFI Partition gewählt werden. Also, nochmal ins Xubuntu Setup gebootet, eine 200 MB EFI Partition erstellt (im Dropdown fürs Filesystem wählbar), Standardpartitionen erstellt und installiert. Reboot und TADA – Xubuntu strahlt mich an.

Fazit

Hätte ich mir nur 5 Minuten Zeit zum Einlesen genommen, hätte ich mir den ganzen Aufwand sparen können und in 10 Minuten ein Xubuntu installiert. Wie ich Arch Linux in UEFI installiere, weiss ich noch nicht, damit warte ich aber, glaube ich, bis ich die SSD habe. Die Anleitung im Arch-Wiki hat leider nicht funktioniert.

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